Im Jahr 2026 sagen 82% der Unternehmensführungen, dass ihr Unternehmen irgendeine Form von KI-Training anbietet. Und doch berichten 59% von einer KI-Kompetenzlücke. Wenn KI-Training weit verbreitet ist, warum zahlt es dann nicht auf echte Fähigkeiten in der Belegschaft ein?
Der Grund ist nicht mangelndes Interesse. Es liegt am Trainingsdesign.
In unserer 2026er Umfrage unter mehr als 500 Führungskräften in den USA und UK, durchgeführt mit YouGov, nannten die Befragten immer wieder strukturelle Schwächen in unternehmensweiten KI-Trainingsprogrammen – insbesondere bei Relevanz, Anwendung und Messbarkeit.
Das Problem ist die Wirksamkeit, nicht der Zugang
Von den befragten Führungskräften:
- 82% bieten irgendeine Form von KI-Training an
- 68% sagen, dass Mitarbeitende Zugriff auf KI-Lernressourcen haben
- 46% vermitteln grundlegende KI-Kompetenz
Aber nur 35% sagen, dass sie ein ausgereiftes, unternehmensweites KI-Weiterbildungsprogramm haben.
Training ist vorhanden; Fähigkeit in der Breite nicht. Wo hakt es?
1. Passives Lernen dominiert das betriebliche KI-Training
Am häufigsten kommt eine Mischung aus onlinebasiertem Lernen und gelegentlichen Trainer-Sessions zum Einsatz (40%). Führungskräfte berichten, dass diese Formate beim Aufbau angewandter Fähigkeiten schwächeln:
- 23% sagen, videobasierte Kurse erschweren die Übertragung ins echte Arbeitsumfeld
- 24% bemängeln fehlende Praxisprojekte oder Labs
KI erklärt zu bekommen, ist nicht dasselbe, wie KI wirksam einzusetzen. Ohne strukturierte Übung verstehen Mitarbeitende zwar Konzepte, können sie aber nur schwer in reale Workflows übertragen. Das Ergebnis: Vertrautheit ohne Sprachfähigkeit.

2. KI-Training ist nicht rollenspezifisch
Ein weiterer Dauerbrenner ist fehlende Rollenanpassung. Auf die Frage nach Herausforderungen beim Online-Lernen sagen fast ein Viertel (23%) der Führungskräfte, dass Lernpfade nicht auf spezifische Rollen zugeschnitten sind. Weitere 21% sagen, Mitarbeitende wüssten nicht, wo sie anfangen sollen.
Das Kernproblem: Allgemeine KI-Literacy-Sessions schlagen oft keine Brücke zu den täglichen Aufgaben. Fakt ist: Eine HR-Führung, ein Finance-Manager und eine Marketing-Analystin nutzen KI unterschiedlich – viele Trainings behandeln sie dennoch gleich.
Wenn KI-Lernen nicht an reale Use Cases gekoppelt ist, wird die Nutzung fragmentiert und uneinheitlich.
3. Unternehmen tun sich schwer, den ROI von Trainings zu messen
Klassisches KI-Training hat zudem keine klare Leistungsbewertung. Häufige Beschwerden der Führungskräfte sind:
- Schwierigkeiten, den ROI von Trainingsprogrammen zu berichten (26%)
- Fehlende Zertifizierungen oder Kompetenznachweise (15%)
Wenn Unternehmen nicht messen können, ob KI-Training die Performance verbessert, ist eine kontinuierliche Finanzierung schwer zu rechtfertigen.
Das ist besonders problematisch, wenn:
- 35% der Führungskräfte Zeitmangel als größtes Hindernis für den Ausbau von KI-Kompetenzen nennen
- 31% fehlendes Budget nennen
Ohne klaren ROI konkurriert KI-Training mit operativen Prioritäten – und zieht häufig den Kürzeren.
4. Einmalige Trainings halten mit der KI-Entwicklung nicht Schritt
KI-Tools entwickeln sich rasant, viele Unternehmen setzen jedoch weiterhin auf einmalige Workshops oder kurzfristige Lerninitiativen.
KI-Kompetenz ist keine statische Fähigkeit. Sie erfordert:
- Kontinuierliche Verstärkung
- Kontextnahe Übung
- Feedbackschleifen
- Ständige Anpassung
Traditionelle Trainingsmodelle wurden für langsamere Kompetenzfelder gebaut. KI-Fähigkeit braucht ein anderes System.
Die Folge: Bewusstsein ohne Anwendung
Wenn KI-Training passiv, generisch und schwer messbar ist, ist das Ergebnis vorhersehbar:
- Mitarbeitende experimentieren mit KI, haben aber wenig Sicherheit
- Use Cases bleiben oberflächlich
- Das Risiko steigt durch Übervertrauen oder Missverständnisse
- Der ROI aus KI-Investitionen stagniert
Organisationen mit ausgereiften, unternehmensweiten Weiterbildungsprogrammen berichten fast doppelt so häufig von signifikant positivem KI-ROI. Die komplette Auswertung, wie der Reifegrad von Trainings mit dem KI-ROI korreliert, findest du im 2026 State of Data & AI Literacy Report.
So sieht wirksames KI-Training stattdessen aus
Führungen, die stärkere Fähigkeiten in der Belegschaft melden, gehen über klassische, kursbasierte Modelle hinaus. Effektive KI-Trainingsprogramme sind:
- Praxisnah, mit Fokus auf Anwendung statt passivem Konsum
- Rollenspezifisch, an realen Workflows ausgerichtet
- Strukturiert, mit klaren Entwicklungspfaden
- Langfristig verstärkt, nicht als Einmal-Session
- Messbar, verknüpft mit Kompetenzbenchmarks und Ergebnissen
Kurz: Es sind Fähigkeitssysteme, keine reinen Inhaltsbibliotheken.
Ein praktisches Beispiel: Bayer hat eine mehrstufige Data Academy aufgebaut, die die digitale und KI-Flüssigkeit im gesamten Unternehmen gestärkt hat, wobei über 90% der Lernenden verbesserte Innovation oder Prozessoptimierungen berichten.
Als Bayer Lernpartner für die Data Academy evaluierte, überzeugte DataCamp durch Breite und Relevanz. Dank des umfangreichen Kurskatalogs – von Data Analytics über Statistik, Machine Learning und SQL bis hin zu generativer KI – lassen sich mehrere Lernenden-Personas mit einer einzigen Lösung adressieren.
Um Lernende von der Theorie in die Praxis zu führen, kombiniert Bayer das Lernen mit DataCamp mit Capstone-Projekten. Nach Abschluss der Kurse wenden Mitarbeitende ihr Wissen auf echte Bayer-Use-Cases an – von Gewächshausforschung bis zum Aufbau neuronaler Netze –, belegen so ihre Kompetenz und identifizieren Potenziale für Business Value.
Diese Ergebnisse wurden nicht durch mehr KI-Tools erzielt. Sie kamen durch besseres Trainingsdesign.
Vom Content-Delivery zum Fähigkeitssystem
Die Zukunft des KI-Trainings besteht nicht aus noch mehr Inhalten. Es geht um eine bessere Verzahnung von Lernen und Arbeit.
Organisationen, die KI-Kompetenz als Kerninfrastruktur behandeln – also in Workflows eingebettet, über die Zeit verstärkt und an Ergebnissen gemessen –, schließen die KI-Kompetenzlücke deutlich eher und steigern den ROI.
DataCamp for Business ist nach diesem Modell aufgebaut und kombiniert rollenspezifische Lernpfade, Übungsaufgaben, Assessments und Workforce-Benchmarking, um angewandte KI-Fähigkeiten in der Breite aufzubauen.
Wenn du prüfst, wie du über passives KI-Training hinausgehen kannst, sieh dir an, wie DataCamp for Business die KI-Weiterbildung im Unternehmen unterstützt.
