Kurs
Das Ziel dieses Guides ist es, den AWS-Interviewprozess greifbarer zu machen – mit einer kuratierten Liste an Fragen und Antworten. Die Spannweite reicht von grundlegenden Prinzipien des AWS-Ökosystems bis zu detaillierten, szenariobasierten Fragen, die dein tiefes Verständnis und den Praxiseinsatz von AWS-Services testen.
Egal, ob du am Anfang deiner Datenkarriere stehst oder bereits erfahren bist: Dieser Artikel gibt dir Wissen und Selbstvertrauen, um jede AWS-Frage souverän zu meistern. Durch die Kombination aus grundlegenden, fortgeschrittenen und praxisnahen Interviewfragen deckt der Guide alle wichtigen Bereiche ab – für eine runde, zielgerichtete Vorbereitung.
Warum AWS?
Bevor wir in die Fragen und Antworten einsteigen, ist es wichtig zu verstehen, warum sich die AWS Cloud als bevorzugte Plattform anbietet.
Die folgende Grafik zeigt die weltweiten Marktanteile führender Cloud-Infrastruktur-Anbieter im dritten Quartal (Q3) 2025. Hier die Aufschlüsselung:
- Amazon Web Services (AWS) liegt mit 29% an der Spitze.
- Microsoft Azure folgt mit 20%.
- Google Cloud hält 13% Marktanteil.
- Alibaba Cloud kommt auf 4%.
- Oracle wächst und erreicht 3%.
- Salesforce, IBM Cloud und Tencent Cloud liegen mit jeweils 2% am unteren Ende.

Quelle (Statista)
Die Grafik weist außerdem darauf hin, dass die Daten Platform as a Service (PaaS), Infrastructure as a Service (IaaS) sowie gehostete Private-Cloud-Services umfassen. Zudem wird erwähnt, dass die Umsätze mit Cloud-Infrastrukturdiensten in Q3 2025 107 Milliarden US-Dollar betrugen – ein deutlicher Sprung gegenüber Q3 2024 mit 84 Milliarden US-Dollar.
Amazon Web Services (AWS) bleibt damit auch in Q3 2025 der dominierende Anbieter im Cloud-Markt und liegt deutlich vor dem engsten Wettbewerber Microsoft Azure.
Die Marktführerschaft von AWS unterstreicht die Relevanz für Weiterbildung und bietet handfeste Karrierevorteile – dank breiter Nutzung und der hohen Nachfrage nach AWS-Kompetenzen in der Tech-Branche.
Unser Spickzettel AWS-, Azure- und GCP-Servicevergleich für Data Science & KI stellt die wichtigsten Services von der Data Engineering über Datenanalyse und Data Science bis zur Entwicklung von Datenanwendungen gegenüber.
Grundlegende AWS-Interviewfragen
Zum Einstieg in die Grundlagen: Dieser Abschnitt behandelt Basisfragen, die ein solides Fundament schaffen. Ideal, wenn du neu bei AWS bist oder dein Wissen auffrischen willst – und die perfekte Basis für den tieferen Einstieg später.
Was ist Cloud Computing?
Cloud Computing stellt IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Datenbanken bedarfsgerecht über das Internet bereit. Du zahlst nur, was du nutzt, statt eigene Hardware zu betreiben.
Die Cloud ermöglicht dir, Technologiedienste flexibel nach Bedarf zu beziehen – ohne hohe Anfangsinvestitionen. Führende Anbieter wie AWS liefern eine breite Palette an Services im nutzungsbasierten Preismodell. Unser Kurs AWS Cloud Concepts deckt viele dieser Basics ab.
Wo liegen die Probleme des traditionellen IT-Ansatzes im Vergleich zur Cloud?
Viele Branchen verabschieden sich aus guten Gründen von klassischer IT hin zu Cloud-Infrastrukturen. Die Cloud bietet mehr Business-Agilität, schnellere Innovation, flexible Skalierung und niedrigere Gesamtkosten als traditionelle IT. Die wichtigsten Unterschiede:
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Traditionelle IT |
Cloud Computing |
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Wie viele Bereitstellungsmodelle gibt es in der Cloud?
Es gibt drei gängige Bereitstellungsmodelle in der Cloud, wie folgt:
- Private Cloud: Wird exklusiv von einer Organisation genutzt und ist nicht öffentlich. Geeignet für sensible Anwendungen.
- Public Cloud: Ressourcen werden von Drittanbietern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und weiteren aus dem Marktanteilsabschnitt betrieben.
- Hybrid Cloud: Kombination aus Private und Public Cloud. Ein Teil der Server bleibt on-premises, zusätzliche Kapazitäten laufen in der Cloud. Bietet die Flexibilität und Kostenvorteile der Public Cloud.
Was sind die fünf Merkmale von Cloud Computing?
Cloud Computing umfasst fünf zentrale Merkmale:
- Self-Service on demand: Nutzer können Services nach Bedarf ohne manuelle Interaktion mit dem Anbieter bereitstellen.
- Breiter Netzwerkzugang: Zugriff über das Netzwerk mit Standardmechanismen wie Smartphone, Laptop oder Tablet.
- Mandantenfähigkeit und Ressourcenpools: Ressourcen werden gebündelt und dynamisch je nach Nachfrage virtuellen und physischen Umgebungen zugewiesen.
- Schnelle Elastizität und Skalierbarkeit: Kapazitäten lassen sich schnell und automatisch hoch- und herunterskalieren.
- Messbarer Service: Nutzung wird überwacht, gesteuert, berichtet und transparent nach Verbrauch abgerechnet – für Anbieter und Nutzer nachvollziehbar.
Was sind die Hauptarten des Cloud Computing?
Es gibt drei Hauptmodelle: IaaS, PaaS und SaaS.
- Infrastructure as a Service (IaaS): Stellt grundlegende Bausteine wie Compute, Storage und Netzwerk bereit, ohne dass Nutzer die zugrunde liegende Infrastruktur managen müssen. Beispiele: AWS EC2, S3, VPC.
- Platform as a Service (PaaS): Bietet eine verwaltete Plattform für Entwicklung, Deployment und Betrieb von Cloud-Anwendungen ohne Infrastrukturaufbau. Beispiele: AWS Elastic Beanstalk, Heroku.
- Software as a Service (SaaS): Stellt vollständige Endanwender-Anwendungen über das Internet bereit. Infrastruktur und Plattform werden nicht vom Nutzer verwaltet. Beispiele: AWS Simple Email Service, Google Docs, Salesforce CRM.
Mehr dazu findest du in unserem Kurs Understanding Cloud Computing.
Was ist Amazon EC2 und wofür wird es genutzt?
Amazon EC2 (Elastic Compute Cloud) stellt skalierbare virtuelle Server, sogenannte Instanzen, in der AWS Cloud bereit. Du kannst damit vielfältige Workloads flexibel und kosteneffizient betreiben. Typische Einsatzszenarien:
- Websites und Webanwendungen hosten
- Backend-Prozesse und Batch-Jobs ausführen
- Hybrid-Cloud-Lösungen umsetzen
- Hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit erreichen
- Time-to-Market für neue Use Cases verkürzen
Was ist Amazon S3 und warum ist es wichtig?
Amazon Simple Storage Service (S3) ist ein vielseitiger, skalierbarer und sicherer Objektspeicher. Er bildet das Fundament vieler Cloud-Anwendungen und Workloads. Wichtige Merkmale:
- Hohe Ausfallsicherheit mit 99,999999999% Dauerhaftigkeit und 99,99% Verfügbarkeit – geeignet für kritische Daten.
- Umfangreiche Sicherheitsfunktionen wie Zugriffsrichtlinien, Verschlüsselung, VPC-Endpunkte.
- Nahtlose Integration mit anderen AWS-Services wie Lambda, EC2, EBS u. a.
- Geringe Latenz und hoher Durchsatz – ideal für Big-Data-Analytics, Mobile-Apps, Medien-Storage und -Auslieferung.
- Flexible Verwaltungsfunktionen für Monitoring, Zugriffslogs, Replikation, Versionierung, Lifecycle-Richtlinien.
- Unterlegt von der globalen AWS-Infrastruktur für niedrige Latenzen weltweit.
Erläutere das Konzept von „Regions“ und „Availability Zones“ in AWS
- AWS-Regionen sind getrennte geografische Standorte, an denen AWS-Ressourcen betrieben werden. Unternehmen wählen regionsnahe Standorte, um Latenzen zu reduzieren; Replikation über Regionen verbessert das Desaster-Recovery.
- Availability Zones bestehen aus einem oder mehreren separaten Rechenzentren mit redundanter Stromversorgung, Netzwerk und Konnektivität. Sie ermöglichen fehlertolerantere Deployments.
Unser Kurs AWS Cloud Concepts bietet einen umfassenden Einstieg in zentrale AWS-Services, Best Practices für das Design von AWS-Anwendungen und die Vorteile für Unternehmen.
Was ist IAM und warum ist es wichtig?
AWS Identity and Access Management (IAM) hilft dir, den Zugriff auf AWS-Services und -Ressourcen sicher zu steuern. IAM ermöglicht die Verwaltung von Nutzern, Gruppen und Rollen mit fein granularen Berechtigungen. Das ist wichtig, um das Prinzip der minimalen Rechte durchzusetzen – Nutzer erhalten nur den Zugriff, den sie benötigen. Das erhöht Sicherheit und Compliance.
Unser Complete Guide to AWS IAM erklärt den Service im Detail.
Was ist Amazon RDS und wie unterscheidet es sich von traditionellen Datenbanken?
Amazon Relational Database Service (RDS) ist ein verwalteter Datenbankservice, mit dem du Datenbanken einrichten, betreiben und skalieren kannst – ohne dich um Infrastrukturaufgaben wie Backups, Patches und Skalierung kümmern zu müssen. Im Unterschied zu traditionellen Datenbanken ist RDS out of the box skalierbar und hochverfügbar, unterstützt automatische Backups sowie Read Replicas und Multi-AZ-Deployments für Failover und Redundanz.
Für visuell Orientierte zeigt diese Tabelle die Unterschiede zwischen RDS und traditionellen Datenbanken:
| Funktion | Amazon RDS | Traditionelle Datenbanken |
|---|---|---|
| Skalierbarkeit | Einfach vertikal oder horizontal skalierbar | Hardware-Upgrades nötig; Skalierung oft teuer |
| Verfügbarkeit | Unterstützt Multi-AZ für hohe Verfügbarkeit | Hohe Verfügbarkeit erfordert komplexe Konfiguration |
| Wartung | Von AWS gemanagt, inkl. Backups, Updates, Patches | Manuell zu verwalten, inkl. regelmäßiger Updates und Backups |
| Backup und Recovery | Automatische Backups und Snapshots | Manuelle Backup-Prozesse erforderlich |
| Kosten | Nutzungsbasiertes Preismodell | Fixkosten; hohe Vorabinvestitionen |
Was ist Amazon VPC und warum wird es verwendet?
Amazon Virtual Private Cloud (VPC) ermöglicht dir, ein virtuelles Netzwerk in AWS zu erstellen, das einem traditionellen Netzwerk im eigenen Rechenzentrum ähnelt. VPC dient zur Isolation von Ressourcen, zur Kontrolle des Ein- und Ausgehenden Datenverkehrs und zur Segmentierung von Workloads in Subnetze mit strikten Sicherheitskonfigurationen. Es bietet feingranulare Kontrolle über IP-Bereiche, Security Groups und Network ACLs.
Was ist Amazon CloudWatch und was sind seine Hauptkomponenten?
Amazon CloudWatch ist ein Monitoring- und Observability-Service, der Metriken erfasst, Alarme setzt und automatisch auf Änderungen von AWS-Ressourcen reagiert. Er verbessert die Transparenz von Anwendungsperformance, Systemzustand und Betrieb. Die Kernkomponenten:
- Metriken: Datenpunkte zu Ressourcenauslastung, Performance und Betriebszustand für Trendanalysen und proaktive Skalierung.
- Alarme: Benachrichtigen oder lösen Automatisierung bei Schwellwertüberschreitungen aus, z. B. Auto Scaling bei hoher CPU-Last.
- Logs: Zentrale Speicherung von Anwendungs- und Infrastruktur-Logs zur Fehlersuche und Stabilitätssicherung – filterbar und analysierbar.
- Events: CloudWatch Events (bzw. Amazon EventBridge) erkennt Zustandsänderungen und kann vordefinierte Aktionen auslösen, z. B. eine Lambda-Funktion.
Was ist AWS Lambda und wie ermöglicht es Serverless Computing?
AWS Lambda ist ein Serverless-Compute-Service, der das Server-Management eliminiert und das Ausführen von Code in der Cloud vereinfacht. So funktioniert es und deshalb treibt es Serverless voran:
- Codeausführung on demand: Lambda führt Code nur bei Events aus – etwa HTTP-Requests oder Datei-Uploads in Amazon S3. Du nutzt Ressourcen nur bei Bedarf und optimierst so Kosten.
- Automatische Skalierung: Lambda skaliert automatisch mit der Anzahl der Anfragen – von einer bis zu Tausenden pro Sekunde.
- Fokus auf Code, nicht Infrastruktur: Da Lambda die Server abstrahiert, konzentrierst du dich auf Code und Deployment statt auf Provisionierung und Betrieb.
Damit verkörpert Lambda die Prinzipien von Serverless Computing – weniger Betriebsaufwand, mehr Agilität bei Entwicklung, Test und Skalierung.
Was ist Elastic Load Balancing (ELB) in AWS?
Elastic Load Balancing (ELB) verteilt eingehenden Anwendungstraffic automatisch auf mehrere Ziele, damit deine Anwendung responsiv und belastbar bleibt. Zentrale Vorteile:
- Traffic-Verteilung: Intelligentes Balancing über mehrere Ziele wie EC2-Instanzen, Container und IPs zur Vermeidung von Überlast.
- Fehlertoleranz und hohe Verfügbarkeit: Verteilung über mehrere Availability Zones – bleibt verfügbar, wenn eine Zone Probleme hat.
- Höhere Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit: Passt die Verteilung dynamisch an die Nachfrage an – auch bei plötzlichen Trafficspitzen.
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AWS-Interviewfragen für DevOps
In spezialisierten Rollen liegt der Fokus darauf, wie AWS DevOps-Praktiken unterstützt. Dieser Teil beleuchtet Automatisierung und Optimierung von AWS-Umgebungen und fordert dich heraus, deine Fähigkeiten in Continuous Integration und Delivery zu zeigen. Wenn du dich auf eine fortgeschrittene AWS-Rolle vorbereitest, sieh dir auch unseren Blogpost Data Architect Interview Questions an, um Fragen zu Dateninfrastruktur und -architektur zu üben.
Wie nutzt du AWS CodePipeline, um eine CI/CD-Pipeline für eine mehrschichtige Anwendung zu automatisieren?
Mit CodePipeline automatisierst du den Flow vom Code-Commit über Build und Tests bis zum Deployment in mehrere Umgebungen – für schnellere, qualitativ hochwertige Releases.
Diese Schritte helfen bei der Automatisierung:
- Pipeline erstellen: In AWS CodePipeline anlegen und das Quell-Repository definieren (z. B. GitHub, AWS CodeCommit).
- Build-Stage definieren: Mit AWS CodeBuild kompilieren, testen und deploybare Artefakte erzeugen.
- Deployments einrichten: Stages je Anwendungsschicht konfigurieren. AWS CodeDeploy für EC2, Elastic Beanstalk für Web-Apps oder AWS ECS für Container nutzen.
- Freigaben einbauen (optional): Für kritische Umgebungen manuelle Approvals vor dem Deployment einfügen.
- Überwachen und iterieren: Pipeline-Performance beobachten und optimieren. Feedback nutzen, um den Prozess kontinuierlich zu verbessern.
Welche Schlüsselfaktoren berücksichtigst du beim Design einer Deployment-Lösung auf AWS, um Anwendungen effektiv zu provisionieren, zu konfigurieren, zu deployen, zu skalieren und zu überwachen?
Ein gut konzipiertes AWS-Deployment richtet Services passgenau an den Anforderungen deiner App aus – Compute, Storage, Datenbanken. Angesichts des großen Servicekatalogs sind diese Schritte zentral:
- Provisionierung: Grundlegende Infrastruktur wie EC2, VPC, Subnetze oder gemanagte Services wie S3, RDS, CloudFront bereitstellen.
- Konfiguration: Setup auf Anforderungen an Umgebung, Sicherheit, Verfügbarkeit und Performance zuschneiden.
- Deployment: Komponenten effizient ausrollen oder aktualisieren – inklusive sauberer Versionsübergänge.
- Skalierung: Ressourcen dynamisch nach definierten Kriterien an die Last anpassen.
- Monitoring: Nutzung, Deploy-Ergebnisse, Gesundheitszustand und Logs verfolgen, um Sollbetrieb sicherzustellen.
Was ist Infrastructure as Code? Erkläre es in eigenen Worten
Infrastructure as Code (IaC) ist ein Ansatz, Rechenzentrumsressourcen über maschinenlesbare Definitionsdateien zu verwalten und bereitzustellen – statt über physische Hardwarekonfiguration oder manuelle Tools.
So können Dev- und Ops-Teams Ressourcen automatisch per Code managen, überwachen und bereitstellen – statt sie manuell aufzusetzen.
IaC ermöglicht konsistente Umgebungen, die schnell und skalierbar ausgerollt werden – reduziert Fehler und steigert Effizienz.
Wie gehst du in AWS DevOps mit Continuous Integration und Deployment um?
In AWS DevOps setzt du auf die AWS Developer Tools. Zuerst Quellcode versionieren und verwalten.
Dann orchestriert AWS CodePipeline Build-, Test- und Deployment-Schritte. CodePipeline integriert AWS CodeBuild fürs Kompilieren/Testen und AWS CodeDeploy für automatisierte Deployments in verschiedene Umgebungen. So entstehen effiziente, automatisierte CI/CD-Workflows.
Wie profitiert AWS DevOps von Amazon ECS?
Amazon ECS ist ein skalierbarer Container-Management-Service, der das Ausführen von Docker-Containern auf EC2-Instanzen oder serverlos mit Fargate vereinfacht. Für DevOps-Teams integriert ECS nativ mit CodePipeline und CodeDeploy – inklusive Blue/Green-Deployments mit Auto-Rollback – und bindet IAM, CloudWatch und Load Balancer ohne Zusatzkonfiguration ein.
Welche Strategien für Blue/Green-Deployments gibt es auf AWS?
Blue/Green-Deployments minimieren Downtime und Risiko, indem zwei Umgebungen parallel laufen: Blau (aktuell) und Grün (neu). Auf AWS gelingt das mit Elastic Beanstalk, AWS CodeDeploy oder ECS. Den Traffic wechselst du via Route 53 oder Application Load Balancer, testest Grün sicher und kannst bei Bedarf sofort zurückrollen.
Warum könnte ECS Kubernetes vorgezogen werden?
ECS bietet für manche Deployments mehr Einfachheit, Flexibilität und Skalierbarkeit in der Umsetzung – und ist daher oft die pragmatischere Wahl.
Wie verwaltest und sicherst du Secrets in einer CI/CD-Pipeline auf AWS?
Nutze AWS Secrets Manager oder AWS Systems Manager Parameter Store, um sensible Informationen wie API-Keys, Datenbankpasswörter und Zertifikate sicher zu speichern. Beide integrieren sich mit CodePipeline und CodeBuild, sodass Secrets nicht im Code hinterlegt werden müssen.
Mit IAM-Berechtigungen stellst du sicher, dass nur autorisierte Entitäten Zugriff erhalten – für mehr Sicherheit im CI/CD-Prozess.
Wie setzt du AWS Systems Manager in einer Produktionsumgebung ein?
AWS Systems Manager automatisiert und verwaltet Infrastruktur im großen Maßstab. In Produktion wird es häufig für Patch-Management, Remote-Befehle, Inventarisierung sowie das sichere Speichern von Konfigurationsparametern und Secrets genutzt. Es integriert sich mit EC2, RDS und anderen Services für zentrale Transparenz und Steuerung.
Was ist AWS CloudFormation und wie unterstützt es DevOps-Praktiken?
AWS CloudFormation automatisiert das Provisionieren und Verwalten von AWS-Infrastruktur per Code (IaC). Du definierst Infrastruktur als Templates und kannst so Umgebungen versionieren, testen und über Dev, Staging und Produktion konsistent replizieren.
In DevOps sorgt CloudFormation für Konsistenz, reduziert Konfigurationsfehler und unterstützt automatisierte Deployments – essenziell für Continuous Delivery und Umgebungsreplikation.
Zum Abschluss der DevOps-Fragen fasst diese Tabelle zentrale AWS-Services und ihre DevOps-Einsatzszenarien zusammen:
| Service | Zweck | Use Cases in DevOps |
|---|---|---|
| AWS CodePipeline | Automatisiert CI/CD-Workflows über mehrere Umgebungen | Continuous Integration und Deployment für schlanke Updates |
| AWS CodeBuild | Kompiliert Code, führt Tests aus und erzeugt Artefakte | Build-Automatisierung, Tests, Artefakt-Erstellung |
| AWS CodeDeploy | Steuert Deployments in verschiedenen AWS-Umgebungen (z. B. EC2, Lambda) | Automatisierte Deployments mit Rollback-Fähigkeiten |
| Amazon ECS | Containermanagement für Docker-Deployments | Microservices betreiben, App-Deployment vereinfachen |
| AWS Secrets Manager | Sichere Speicherung und Verwaltung sensibler Informationen | Sichere Ablage von API-Keys, Passwörtern u. a. |
| AWS CloudFormation | Automatisiert Infrastruktur per Code (IaC) | Konsistenz, Umgebungsreplikation, IaC Best Practices |
AWS-Interviewfragen für Solution Architects
Für Solution Architects geht es darum, AWS-Lösungen passgenau zu entwerfen. Dieser Teil prüft, ob du skalierbare, effiziente und kosteneffektive Systeme mit AWS planen kannst – entlang architektonischer Best Practices.
Welche Rolle hat ein AWS Solution Architect?
AWS Solutions Architects entwerfen und verantworten Anwendungen auf AWS – mit Fokus auf Skalierbarkeit und Performance. Sie beraten Entwickler, Admins und Kundenteams beim optimalen Einsatz von AWS und vermitteln komplexe Konzepte an technische und nicht-technische Stakeholder.
Was sind zentrale Sicherheits-Best Practices für AWS EC2?
Wesentlich sind IAM für Zugriffsmanagement, Zugriff auf vertrauenswürdige Hosts beschränken, Rechte minimieren, Passwort-Logins für AMIs deaktivieren sowie Multi-Faktor-Authentifizierung implementieren.
Wie stellst du Multi-Region-Redundanz in einer AWS-Architektur sicher?
Kritische Ressourcen wie EC2, RDS und S3 in mehreren Regionen bereitstellen. Route 53 für Geo-DNS-Routing nutzen und S3 Cross-Region Replication für Backups. Je nach Failover-Strategie aktiv-aktiv oder aktiv-passiv betreiben und mit CloudWatch sowie AWS Global Accelerator Performance und Replikation überwachen.
Welche Strategien sorgen bei kritischen Webanwendungen für hohe Verfügbarkeit und Fehlertoleranz auf AWS?
Mehrere Prinzipien reduzieren Ausfälle und sichern den Dauerbetrieb:
- Redundanz implementieren, um Single Points of Failure zu vermeiden
- Load Balancing zur gleichmäßigen Lastverteilung und Performance
- Automatisches Monitoring für Erkennung und Reaktion in Echtzeit; skalierbares, verteiltes Design erhöht Fehlertoleranz.
- Fehlerisolation, regelmäßige Backups und Disaster-Recovery-Pläne für Datenschutz und schnelle Wiederherstellung.
- Graceful Degradation, um Kernfunktionen bei Störungen zu erhalten; kontinuierliches Testen und Deployment erhöhen die Zuverlässigkeit.
Erläutere die Wahl zwischen Amazon RDS, Amazon DynamoDB und Amazon Redshift für eine datengetriebene Anwendung.
Die Entscheidung hängt von den Anforderungen ab:
- Amazon RDS für klassische relationale Datenbanken mit SQL, Transaktionen und komplexen Abfragen.
- Amazon DynamoDB für hochskalierbare NoSQL-Anwendungen mit schneller, vorhersagbarer Performance und flexiblem Datenmodell.
- Amazon Redshift für analytische Workloads mit komplexen Abfragen über große Datenmengen – dank spaltenbasierter Speicherung und Data-Warehouse-Technologie.
Welche Faktoren berücksichtigst du bei der Migration einer bestehenden On-Premises-Anwendung zu AWS? Nenne ein Beispiel deiner Wahl.
AWS empfiehlt das „7 Rs“-Framework: rehost, replatform, repurchase, refactor, retire, retain und relocate. Die richtige Wahl hängt von der Komplexität der Anwendung und der Änderungsbereitschaft während der Migration ab.
Beispiel CRM-Migration. Wichtige Punkte:
- Strategie. Ein individuell entwickeltes CRM passt oft zu replatform – Umzug auf gemanagte Services wie RDS und EC2 ohne Code-Neuschreibung. Ein stark angepasstes kommerzielles CRM kann repurchase (Wechsel zu einer SaaS-Alternative) erfordern.
- Datenmigration. Mit AWS DMS die Datenbank mit minimaler Downtime umziehen; Direct Connect sorgt beim Cutover für stabile Netzwerkanbindung.
- Abhängigkeiten. Integrationen (E-Mail, Billing, Support) inventarisieren und nicht-kritische Module zuerst migrieren, um den Ansatz zu validieren.
- Sicherheit und Compliance. Zugriffssteuerung mit IAM abbilden, Daten mit KMS verschlüsseln, regulatorische Vorgaben (GDPR, HIPAA) sicherstellen.
- Kosten. Post-Migration mit dem AWS Pricing Calculator modellieren und den Wechsel von Capex zu Opex einplanen.
Der häufigste Fehler in Interviews: direkt „EC2 und RDS verwenden“ sagen, ohne zuerst die Strategie zu klären.
Beschreibe, wie du AWS-Services nutzt, um eine Microservices-Architektur umzusetzen.
Bei Microservices zerlegst du Anwendungen in kleine, unabhängige Services, die über APIs kommunizieren. Ein kompakter Leitfaden:
- Agil entwickeln: Agile Methoden für schnelle Entwicklung und Deployment einzelner Services.
- API-first: APIs zuerst definieren, um klare Kommunikation sicherzustellen.
- CI/CD nutzen: Tests und Deployments automatisieren für Tempo und Zuverlässigkeit.
- Twelve-Factor-App-Prinzipien: Für skalierbare, wartbare Services auf Cloud-Plattformen wie AWS.
- Passendes Architekturpattern: API-, Event- oder Streaming-getrieben – je nach Bedarf.
- AWS für Deployment: Containertechnologien für skalierbare Services oder Serverless zur Reduktion von Betriebsaufwand.
- Serverless-Prinzipien: Wo sinnvoll, um Managementaufwand zu eliminieren, automatisch zu skalieren und nur Nutzung zu bezahlen.
- Resilienz sicherstellen: Fehlertoleranz mit AWS-Bordmitteln planen.
- Cross-Cutting-Aspekte: Monitoring, Logging, Tracing, Datenkonsistenz berücksichtigen.
- Well-Architected Review: Architektur mit dem AWS Well-Architected Tool gegen Best Practices prüfen.
So entsteht eine skalierbare, flexible Microservices-Architektur, die AWS-Fähigkeiten optimal nutzt.
Was ist die Beziehung zwischen AWS Glue und AWS Lake Formation?
AWS Lake Formation baut auf der Infrastruktur von AWS Glue auf – inklusive ETL-Fähigkeiten, Konsole, Data Catalog und serverloser Architektur. Während Glue ETL in den Fokus stellt, ergänzt Lake Formation Funktionen zum Aufbau, Absichern und Verwalten von Data Lakes.
Für AWS-Glue-Interviewfragen ist wichtig zu verstehen, wie Glue Lake Formation unterstützt. Zeige, dass du die Integration und Rollen beider Services im AWS-Ökosystem verstehst – für effiziente Datenverarbeitung und -verwaltung.
Wie optimierst du AWS-Kosten für eine stark frequentierte Webanwendung?
Starte mit AWS Cost Explorer und AWS Budgets für Transparenz und Kostensteuerung. Danach helfen diese Maßnahmen:
- Reserved und Spot Instances für planbare bzw. flexible Workloads.
- Auto Scaling für dynamische Ressourcenzuteilung – spart Kosten bei geringer Last.
- Storage optimieren mit S3-Lifecycle-Richtlinien und S3 Intelligent-Tiering für selten genutzte Daten.
- Caching mit Amazon CloudFront und Amazon ElastiCache, um Backend-Aufrufe zu reduzieren – spart Bandbreite und Compute.
So bleibt die Anwendung kosteneffizient, ohne bei Performance oder Verfügbarkeit Abstriche zu machen.
Was sind die Kernpfeiler des AWS Well-Architected Frameworks?
Das AWS Well-Architected Framework liefert einen strukturierten Ansatz für sichere, effiziente und resiliente Architekturen. Es umfasst fünf Pfeiler:
- Operational Excellence: Monitoring, Incident Response und Automatisierung zur Unterstützung von Entwicklung und Betrieb.
- Security: Schutz von Daten, Systemen und Assets durch Identitätsmanagement, Verschlüsselung und Incident Response.
- Reliability: Systeme so bauen, dass sie ausfallen und sich erholen können, dynamisch skalieren und Netzwerkprobleme handhaben.
- Performance Efficiency: Skalierbare Ressourcen und optimierte Workloads einsetzen.
- Cost Optimization: Kosten steuern durch passende Ressourcenwahl und Preismodelle wie Reserved Instances.
Wer diese Pfeiler verinnerlicht, baut ausgewogene Lösungen entlang von Sicherheit, Performance, Zuverlässigkeit und Kosten.
AWS-Interviewfragen für Data Engineers
Für Data Engineers geht es um AWS-Services für Datenhandling – von Warehousing bis Echtzeitverarbeitung. Gefragt ist Expertise für skalierbare Datenpipelines auf AWS.
Erkläre den Unterschied zwischen Amazon Redshift, RDS und S3 und wann welches eingesetzt wird.
- Amazon S3 ist ein Objektspeicher für skalierbare, dauerhafte Ablage beliebiger Datenmengen – geeignet für Rohdaten wie Logs, CSVs, Bilder usw.
- Amazon Redshift ist ein Cloud-Data-Warehouse für Analytics und Business Intelligence. Es integriert mit S3 und lädt Daten für komplexe Abfragen und Reports.
- Amazon RDS stellt gemanagte relationale Datenbanken wie PostgreSQL, MySQL usw. bereit und bedient transaktionale Anwendungen mit ACID, Indizes, Constraints u. a.
Beschreibe ein Szenario, in dem du Amazon Kinesis statt AWS Lambda für Datenverarbeitung nutzt. Was sind die Schlüsselfaktoren?
Kinesis verarbeitet große Mengen Streaming-Daten und erlaubt Consumer-Anwendungen das kontinuierliche Lesen und Verarbeiten der Streams.
Wichtige Überlegungen:
- Datenvolumen: Kinesis schafft Megabytes pro Sekunde; Lambda ist pro Aufruf auf 6 MB begrenzt – relevant für hohen Durchsatz.
- Streaming-Verarbeitung: Kinesis verarbeitet kontinuierlich in Echtzeit; Lambda eher batchartig – wichtig für niedrige Latenz.
- Replay-Fähigkeit: Kinesis speichert Daten für einen Zeitraum und erlaubt Reprocessing; Lambda ist dafür nicht geeignet.
- Reihenfolge: Kinesis-Shards sichern geordnete Verarbeitung verwandter Records; Lambda kann außer Reihenfolge arbeiten.
- Skalierung und Parallelität: Shards skalieren mit der Last; Lambda braucht ggf. Orchestrierung.
- Integration: Gute Anbindung an Firehose, Redshift, EMR für Analytics.
Für hochvolumige, kontinuierliche, geordnete und reproduzierbare Streams – z. B. Realtime-Analytics – ist Kinesis dem batchorientierten Lambda-Ansatz überlegen.
Mehr zum Thema Streaming: Unser Kurs Streaming Data with AWS Kinesis and Lambda zeigt, wie du Daten aus Millionen Quellen aufnimmst und in Echtzeit analysierst – ideale Vorbereitung auf AWS-Lambda-Interviewfragen.
Was sind die Hauptunterschiede zwischen Batch- und Echtzeitverarbeitung? Wann wählst du welchen Ansatz?
Batch-Verarbeitung sammelt Daten über einen Zeitraum und verarbeitet sie in großen Blöcken – gut für historische, weniger häufige Analysen.
Echtzeit-Streaming analysiert Daten fortlaufend in kleinen Inkrementen – ideal für aktuelle, häufig aktualisierte Daten.
Echtzeit bevorzugen, wenn:
- Sofortige Erkenntnisse nötig sind, z. B. Betrugserkennung.
- Daten sich ständig ändern und Analysen Schritt halten müssen, z. B. Social Media Monitoring.
- Niedrige Latenz gefordert ist, z. B. automatisierter Handel.
Batch bevorzugen, wenn:
- Historische Daten komplex modelliert werden, z. B. Nachfrageprognosen.
- Datenquellen periodische Dumps liefern.
- Kosteneffizienz wichtiger ist als Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Kurz: Echtzeit für schnelllebige Daten mit kontinuierlicher Analyse, Batch für periodisch verfügbare Daten mit Fokus auf Historie.
Wie automatisierst du Schema-Evolution in einer Datenpipeline auf AWS?
Mit AWS Glue Dynamic Frames und Schemaerkennung lässt sich Schema-Evolution steuern. Zusammen mit dem Glue Data Catalog verfolgst du Änderungen automatisch. Um Downstream-Brüche zu vermeiden, integriere Schema-Validierung mit Tools wie AWS Deequ oder baue Logik in deine ETL-Skripte ein, um Abweichungen zu protokollieren und zu beheben.
Wie gehst du mit Schema-on-Read vs. Schema-on-Write in AWS Data Lakes um?
Schema-on-Read ist typisch für Data Lakes mit Roh- und semi-strukturierten Daten (z. B. in S3); das Schema wird erst zur Abfragezeit mit Tools wie Athena oder Redshift Spectrum angewendet – flexibel für heterogene Quellen. Schema-on-Write, etwa in RDS oder Redshift, erzwingt Struktur vorab und ist für transaktionale oder streng strukturierte Datensätze mit Validierungsbedarf geeignet.
Was ist ein Operational Data Store und wie ergänzt er ein Data Warehouse?
Ein Operational Data Store (ODS) ist eine Datenbank für operative Echtzeitdaten und Analysen. Er fungiert als Zwischenebene zwischen Transaktionssystemen und Data Warehouse.
Während das Data Warehouse qualitativ hochwertige, integrierte Daten für BI und Reporting optimiert, enthält ein ODS aktuelle, fachliche, integrierte Daten aus mehreren Quellen.
Kernmerkmale eines ODS:
- Echtzeitdaten für Betriebs-Monitoring und Entscheidungen
- Integration lebender Daten aus mehreren Quellen
- Für schnelle Abfragen optimiert statt Langzeitspeicherung
- Granulare, atomare Daten statt aggregierte wie im Warehouse
ODS und Data Warehouse ergänzen sich: ODS für operative Entscheidungen in Echtzeit, Warehouse für strategische Analysen über historische, integrierte Daten.
Wie würdest du einen Data Lake auf AWS aufbauen und welche Services nutzen?
Die Basis bildet Amazon S3 für die skalierbare, dauerhafte Speicherung von Roh-, strukturierten und unstrukturierten Daten. Vorgehen und Services:
- Storage-Schicht: Amazon S3, mit sinnvoller Ordnerstruktur nach Typ, Quelle oder Aktualität.
- Datenkatalog: AWS Glue für den Data Catalog – Metadaten erleichtern Suche und Abfrage.
- Transformation und ETL: AWS Glue ETL für die Aufbereitung analysereifer Daten.
- Sicherheit und Zugriff: AWS IAM und AWS Lake Formation für Zugriffssteuerung und Verschlüsselung.
- Analytics und Abfragen: Amazon Athena für Ad-hoc, Redshift Spectrum für Analytics, Amazon QuickSight für Visualisierung.
So entsteht eine flexible, skalierbare Data-Lake-Architektur für große Datenmengen – strukturiert und unstrukturiert.
Erkläre die verschiedenen Speicherklassen in Amazon S3 und deren Einsatz.
Amazon S3 bietet mehrere Speicherklassen – optimiert nach Anwendungsfall und Kosten. Die Tabelle fasst zusammen:
| Speicherklasse | Use Case | Zugriffshäufigkeit | Kosteneffizienz |
|---|---|---|---|
| S3 Standard | Häufig genutzte Daten | Hoch | Standardpreise |
| S3 Intelligent-Tiering | Unvorhersehbare Zugriffsmuster | Automatisch angepasst | Kosteneffizient durch automatisches Tiering |
| S3 Standard-IA | Selten genutzt, aber schnell abrufbar | Niedrig | Niedrigere Kosten, schnelle Wiederherstellung |
| S3 One Zone-IA | Seltener Zugriff in einer einzelnen AZ | Niedrig | Günstiger, weniger Redundanz |
| S3 Glacier | Längerfristiges Archiv mit seltenem Zugriff | Selten | Niedrige Kosten, Wiederherstellung in Minuten/Stunden |
| S3 Glacier Deep Archive | Archivierung für Regulierung/Compliance | Sehr selten | Allerniedrigste Kosten, Wiederherstellung in 12–48 Stunden |
Das Verständnis der Klassen hilft, Speicherkosten und Zugriffszeiten optimal auszubalancieren.
Was ist Amazon Bedrock und wann würdest du es einsetzen?
Amazon Bedrock ist ein vollständig verwalteter Service mit Zugriff auf Foundation Models von Anbietern wie Anthropic, Meta, Mistral und anderen – sowie Amazons eigenen Nova- und Titan-Modellen. Du nutzt Bedrock, wenn du generative KI-Anwendungen bauen willst, ohne Modellinfrastruktur oder Fine-Tuning-Pipelines selbst zu managen.
Typische Use Cases sind RAG-Anwendungen über Bedrock Knowledge Bases, der Aufbau von KI-Agents mit Bedrock Agents sowie das Anpassen von Modellen mit eigenen Daten via Fine-Tuning oder weiterem Pretraining.
Was ist Amazon Q und wie unterscheidet es sich von Bedrock?
Amazon Q ist der generative KI-Assistent von AWS – als Q Developer (Coding-Assistent in IDEs, AWS Console und CLI) sowie Q Business (Chat-Assistent, der sich mit Unternehmensquellen wie S3, Salesforce, Confluence, ServiceNow verbindet). Der Hauptunterschied zu Bedrock ist die Abstraktionsebene: Bedrock bietet rohe API-Zugriffe auf Foundation Models zum Eigenbau, Q ist eine fertige Anwendung obendrauf.
Szenariobasierte AWS-Fragen
Hier geht es um praktische Anwendung: Diese Fragen testen Problemlösungskompetenz in realistischen Szenarien und verlangen ein ganzheitliches Verständnis, wie AWS-Services für komplexe Herausforderungen eingesetzt werden.
Die folgende Tabelle fasst typische Interview-Szenarien zusammen – inklusive Beschreibung und potenzieller Lösungen:
| Falltyp | Szenario | Kernservices |
|---|---|---|
| Anwendungsmigration | Datenintensive Legacy-App nach AWS migrieren – mit niedriger Latenz weltweit. | EC2, S3, CloudFront, Route 53 |
| Disaster Recovery | DR-Plan für kritische Workloads mit 5 Minuten RPO und 1 Stunde RTO entwerfen. | AWS Backup, CloudFormation, S3 Cross-Region Replication, CloudWatch |
| DDoS-Schutz | Skalierbare Web-App bauen, die Trafficspitzen bewältigt und DDoS-resistent ist. | CloudFront, Route 53, Auto Scaling, Shield, WAF, CloudWatch |
| Echtzeit-Analytics | Echtzeitdaten von Tausenden IoT-Sensoren weltweit verarbeiten und analysieren. | Kinesis, EMR, Redshift, Auto Scaling |
| Analyse großer Datenmengen | Echtzeitanalysen auf Finanztransaktionen mit strikten Compliance-Vorgaben. | Kinesis, EMR, Redshift, CloudTrail, AWS Config, IAM |
Nicht-technische AWS-Interviewfragen
Neben Technik zählt das Verständnis der Wirkung von AWS-Lösungen im Unternehmen. Hier einige Fragen mit Beispielantworten – je nach Erfahrung können Antworten variieren.
Wie hältst du dich zu AWS- und Cloud-Trends auf dem Laufenden?
- Was erwartet wird: Engagement fürs Lernen und konkrete Quellen/Praktiken, mit denen du aktuell bleibst.
- Beispielantwort: "Ich lese die offiziellen AWS-Blogs und beteilige mich an Community-Foren wie dem AWS-Subreddit. Außerdem besuche ich lokale AWS-Meetups und Webinare. So bleibe ich über neue Features und Best Practices informiert."
Beschreibe eine Situation, in der du ein komplexes AWS-Konzept einer nicht-technischen Person erklärt hast. Wie bist du vorgegangen?
- Was erwartet wird: Kommunikationsfähigkeit und die Kunst, Komplexes zu vereinfachen.
- Beispielantwort: "Ich musste den Nutzen von Cloud-Speicher gegenüber nicht-technischen Stakeholdern erklären. Als Analogie nutzte ich Cloud-Drive vs. physische Festplatte – mit Fokus auf einfachen Zugriff und Sicherheit. So verstanden sie das Konzept ohne technische Tiefe."
Was motiviert dich an der Cloud-Branche – speziell an AWS?
- Was erwartet wird: Echte Motivation, die zur Rolle und den Werten des Unternehmens passt.
- Beispielantwort: "Mich begeistert, wie Cloud – besonders AWS – Skalierung und Innovation ermöglicht. Die ständige Weiterentwicklung der Services motiviert mich, neue Herausforderungen anzupacken und Impact zu liefern."
Beschreibe ein herausforderndes Projekt und wie du den Erfolg gesichert hast.
- Was erwartet wird: Projektmanagement- und Problemlösungskompetenz – Umgang mit Hürden bis zum Abschluss.
- Beispielantwort: "Wir hatten Verzögerungen wegen knapper Ressourcen. Ich priorisierte nach Impact, verhandelte zusätzliche Kapazitäten und hielt die Kommunikation mit Team und Stakeholdern transparent. So erreichten wir unsere Meilensteine und lieferten pünktlich."
Wie gehst du mit engen Deadlines um, wenn mehrere Projekte gleichzeitig anstehen?
- Was erwartet wird: Zeitmanagement, Priorisierung, Stressresistenz.
- Beispielantwort: "Ich kombiniere Priorisierung und Delegation. Ich bewerte Dringlichkeit und Wirkung, priorisiere entsprechend und delegiere, wo sinnvoll. Zudem kommuniziere ich regelmäßig Status und Anpassungen mit Stakeholdern."
Was unterscheidet AWS aus deiner Sicht von anderen Cloud-Anbietern?
- Was erwartet wird: Verständnis des Alleinstellungsmerkmals von AWS.
- Beispielantwort: "AWS überzeugt mit einer extrem breiten, globalen Infrastruktur – dadurch einmalige Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit. Zudem treibt AWS Innovation mit einem tiefen Service-Portfolio voran, was flexible, maßgeschneiderte Lösungen ermöglicht."
Wie eignest du dir neue AWS-Tools oder -Services an, sobald sie erscheinen?
- Was erwartet wird: Anpassungsfähigkeit und proaktiver Lernansatz.
- Beispielantwort: "Ich starte mit Dokus und Release Notes, um Zweck und Funktionsumfang zu verstehen. Dann probiere ich Hands-on-Tutorials in einer Sandbox. Wenn möglich, tausche ich mich mit Kolleginnen und Kollegen aus oder lese Forenbeiträge, um Best Practices zu sehen. Die Mischung aus Theorie und Praxis sorgt für schnellen Ramp-up."
Wie balancierst du Sicherheit und Effizienz beim Design von AWS-Lösungen?
- Was erwartet wird: Strategisches Denken – Sicherheit ohne Effizienzverlust.
- Beispielantwort: "Security first – mit IAM-Policies, Netzwerkisolation via VPC und Verschlüsselung. Für Effizienz optimiere ich Konfigurationen, um Latenz zu vermeiden, und setze skalierbare Services wie AWS Lambda gezielt ein. So sind Architekturen sicher, reaktionsschnell und kosteneffizient."
Fazit
Dieser Artikel bietet einen umfassenden Lernplan mit AWS-Interviewfragen für alle Erfahrungsstufen – vom Einstieg bis zur nächsten Karrierestufe.
Ob erstes AWS-Interview oder der Sprung in eine Senior-Rolle: Dieser Guide hilft dir, nicht nur Fragen zu beantworten, sondern dich tief mit der AWS-Plattform auseinanderzusetzen – für ein besseres Verständnis und den souveränen Einsatz ihrer vielfältigen Möglichkeiten.
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FAQs
Brauche ich eine AWS-Zertifizierung, um einen Cloud-Job zu bekommen?
Pflicht sind sie nicht, aber Zertifizierungen wie AWS Certified Solutions Architect Associate oder AWS Certified Developer Associate belegen deine Expertise und werten deinen Lebenslauf auf. Viele Arbeitgeber schätzen Zertifikate als Kompetenznachweis, aber Praxiserfahrung ist ebenso wichtig.
Welche AWS-Services sind für Interviews am wichtigsten?
Die wichtigsten Services hängen von der Rolle ab. Generell relevant sind:
- Compute: EC2, Lambda.
- Storage: S3, EBS, Glacier.
- Netzwerk: VPC, Route 53, ELB.
- Sicherheit: IAM, KMS.
- Datenbanken: RDS, DynamoDB.
- DevOps-Tools: CloudFormation, CodePipeline.
Welche nicht-technischen Skills sind für ein AWS-Interview wichtig?
Neben Technik werden häufig eingeschätzt:
- Problemlösung: Kannst du skalierbare, kosteneffiziente Lösungen entwerfen?
- Kommunikation: Erklärst du technische Themen verständlich für Stakeholder?
- Zeitmanagement: Wie priorisierst du und hältst Deadlines in dynamischen Umgebungen?
- Teamwork: Kannst du effektiv funktionsübergreifend zusammenarbeiten?
Was, wenn ich eine technische Frage im Interview nicht beantworten kann?
Es ist okay, nicht alles zu wissen. Statt zu raten, sei ehrlich:
- Erkläre, wie du die Antwort finden würdest (z. B. AWS-Doku konsultieren, Tests durchführen).
- Betone verwandtes Wissen, das dein Verständnis des Gesamtkontexts zeigt.
Wie kann ich mein Gehalt für eine AWS-Rolle verhandeln?
- Recherchiere Marktgehälter für Rolle und Standort (z. B. Glassdoor, Payscale).
- Hebe Zertifizierungen, relevante Erfahrung und Projekte in der Verhandlung hervor.
- Zeige, welchen Mehrwert du bringst – etwa Kosteneinsparungen oder höhere Zuverlässigkeit der Infrastruktur.
Was sollte ich nach einem nicht bestandenen AWS-Examen oder Interview tun?
- Identifiziere Schwachstellen anhand von Feedback oder Exam-Report.
- Erstelle einen Lern- bzw. Übungsplan zur Stärkung dieser Bereiche.
- Nutze zusätzliche Ressourcen wie Practice Exams oder Hands-on-Labs.
- Lass dich nicht entmutigen – viele bestehen beim zweiten oder dritten Versuch.
Zoumana ist ein vielseitiger Datenwissenschaftler, der sein Wissen gerne mit anderen teilt und anderen etwas zurückgibt. Er erstellt Inhalte auf YouTube und schreibt auf Medium. Er hat Freude am Sprechen, Programmieren und Unterrichten. Zoumana hat zwei Master-Abschlüsse. Den ersten in Informatik mit dem Schwerpunkt Maschinelles Lernen in Paris, Frankreich, und den zweiten in Datenwissenschaft an der Texas Tech University in den USA. Sein beruflicher Werdegang begann als Softwareentwickler bei Groupe OPEN in Frankreich, bevor er als Berater für maschinelles Lernen zu IBM wechselte, wo er End-to-End-KI-Lösungen für Versicherungsunternehmen entwickelte. Zoumana arbeitet bei Axionable, dem ersten nachhaltigen KI-Startup mit Sitz in Paris und Montreal. Dort arbeitete er als Data Scientist und implementierte KI-Produkte, vor allem NLP-Anwendungsfälle, für Kunden aus Frankreich, Montreal, Singapur und der Schweiz. Zusätzlich widmete er 5% seiner Zeit der Forschung und Entwicklung. Zurzeit arbeitet er als Senior Data Scientist bei der IFC, der Weltbankgruppe.
